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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wissenswertes rund um das Thema Asbest und unsere Sanierungsarbeiten.

Woran erkenne ich Asbest in meinem Haus?

Asbest ist mit bloßem Auge oft nur schwer zu erkennen, da es in vielen verschiedenen Produkten (Eternitplatten, Fliesenkleber, Dämmmaterial, Bodenbeläge) verarbeitet wurde. Als Faustregel gilt: Wenn das Gebäude vor 1993 (dem Jahr des bundesweiten Asbestverbots) erbaut wurde, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Gewissheit bringt nur eine professionelle Laboranalyse einer Materialprobe.

Darf ich asbesthaltige Materialien selbst entfernen?

Nein. Der Abbruch und die Sanierung von Asbest sind Privatpersonen laut Gefahrstoffverordnung strengstens untersagt. Arbeiten dürfen nur von zertifizierten Fachbetrieben mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 durchgeführt werden. Auch das Reinigen (z.B. mit dem Hochdruckreiniger) von Asbestdächern ist verboten!

Was bedeutet "Zertifiziert nach TRGS 519"?

TRGS steht für "Technische Regeln für Gefahrstoffe". Die Regelung 519 definiert genau, wie mit Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten umzugehen ist. Unser Betrieb hat die strengen behördlichen Lehrgänge absolviert und verfügt über den Sachkundenachweis, um diese gefährlichen Arbeiten gesetzeskonform und sicher durchzuführen.

Was kostet eine Asbestsanierung?

Die Kosten sind sehr individuell und hängen von verschiedenen Faktoren ab: Art des Asbests (schwach oder fest gebunden), Menge, Zugänglichkeit und den nötigen Schutzmaßnahmen (z.B. Schwarz-Weiß-Anlage, Unterdruckhaltung). Kontaktieren Sie uns für eine Besichtigung, wir erstellen Ihnen gerne ein transparentes Angebot.

Wie läuft die Entsorgung ab?

Abgebautes Asbestmaterial muss direkt auf der Baustelle in zugelassene, gekennzeichnete und staubdichte "Big Bags" verpackt werden. Anschließend transportieren wir diese zu speziellen Sondermülldeponien, wo sie sicher und fachgerecht entsorgt werden. Sie erhalten darüber selbstverständlich einen offiziellen Entsorgungsnachweis.

Was sind Floor-Flexplatten und warum sind sie gefährlich?

Floor-Flexplatten (Vinyl-Asbest-Fliesen) sind meist 25x25 cm große Fliesen mit oft marmoriertem Muster. Hier ist der Asbest fest gebunden. Die Platten brechen jedoch beim Entfernen sehr leicht, was zu einer gefährlichen Faserfreisetzung in die Raumluft führt. Da sie oft mit asbesthaltigem Bitumenkleber verlegt wurden, ist beim Ausbau doppelte Vorsicht geboten.

Was ist Cushion-Vinyl (CV-Belag)?

Das sind geschäumte PVC-Bahnenwaren, die oft in Küchen oder Fluren verlegt wurden. Die Trägerschicht auf der Rückseite (die "Pappe") besteht fast zu 100% aus schwach gebundenem Asbest. Dies stellt eine sehr hohe Gefahr dar! Schon beim leichten Einreißen des Belags werden massenhaft Fasern freigesetzt.

Enthält schwarzer Fliesenkleber (Bitumenkleber) immer Asbest?

Nein, nicht jeder schwarze Kleber enthält Asbest, aber die Wahrscheinlichkeit bei Gebäuden vor 1993 ist hoch. Der Kleber wurde oft verwendet, um Parkett, PVC oder Flexplatten auf dem Estrich zu fixieren. Gewissheit bringt nur eine Laboranalyse. Versucht man, diesen schwarzen Kleber asbesthaltig abzuschleifen, wird die Raumluft extrem kontaminiert.

Was ist das BT 11 / BT 17 Verfahren?

Das sind anerkannte, emissionsarme Verfahren zur Asbestsanierung nach TRGS 519. BT 11 bezieht sich auf das Ausstanzen von asbesthaltigen Bodenbelägen (wie CV-Belägen) und BT 17 auf das Abschleifen von asbesthaltigen Klebern. Bei diesen Verfahren werden spezielle Maschinen eingesetzt, die direkt absaugen, sodass die Faserbelastung in der Luft minimiert wird. Oft können diese Verfahren ohne aufwendige Schwarz-Weiß-Anlage durchgeführt werden, was Zeit und Kosten spart.

Wo versteckt sich Asbest im Haus?

Asbest wurde in hunderten verschiedenen Bauprodukten verwendet. Entdecken Sie typische Fundorte in unserem interaktiven Querschnitt.

Querschnitt eines Hauses aus den 70er Jahren mit Asbest-Fundorten

Das Dach (Eternit)

Die bekannten grauen Wellplatten bestehen aus Asbestzement. Solange sie intakt sind, geht wenig Gefahr von ihnen aus. Bei Beschädigung, Reinigung oder Abbau werden jedoch Fasern freigesetzt.

Der Fußboden

Unter alten Teppichen oder direkt als Belag: Floor-Flexplatten, Cushion-Vinyl oder der darunterliegende schwarze Bitumenkleber sind sehr oft asbesthaltig.

Rohre und Isolierungen

Asbestzementrohre wurden für Abwasser und Lüftung genutzt. Zudem finden sich oft asbesthaltige Dämmmaterialien (z.B. Stopfasbest) an Heizungsrohren.

Wände und Fassaden

Als Fassadenverkleidung, in Leichtbauplatten (Promabest), in Fensterkitten oder sogar in alten Fliesenklebern an den Wänden kann Asbest vorkommen.